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Wort zum Sonntag

Immer wieder sonntags...

Da werfe ich einen Blick  zurück auf die vergangene Woche. Und sicher gibt es eine bierige Geschichte zu erzählen. Bier ist nämlich in aller Munde und das ist auch gut so. Bier soll nicht nur zur Kenntnis genommen werden, man soll darüber reden und philosofieren.

Woche 45

Wappen der Stadt Roeselare
Ausflug nach Belgien

Leider nur virtuell...
Aber nachdem ich ein Rodenbach Classic Red Ale ins Glas eingeschenkt habe, musste ich anschliessend natürlich den Wurzeln dieses feinen Bieres folgen. Die Stadt Roeselare, wo Rodenbach braut, liegt etwas südlich von Brügge. Als Handels- und Schmugglerzentrum war es mal unter französischer Herrschaft, mal Teil des vereinigten Königreichs der Niederlande.

Ganz schön ist das Bier auf der Website der Brauerei beschrieben:
A beer that may look strong, but is as refreshing as taking a shower under a waterfall. Traditionally brewed but with an untraditional taste. Dark red in colour but not in flavour. Ripened and aged but blended with young beer. From the heart of West Flanders but ready to conquer hearts worldwide.

Woche 44

Flasche Kennedy von Schneeeule
Ish bin eine Bearleener Weisse

Am Samstag stand hoher Besuch ins Haus, Kennedy persönlich hat die Aufwartung gemacht. Je länger ich Sauerbier kenne, desto grösser fane ich dafür. Hierzulande ist dieser Bierstil noch etwas unbekannt. Die Berliner Schneeeule jedoch produziert diese äusserst leckere "Berliner Weisse".

Meine Rezension in der App des BeerTastingClubs durfte auch dieses Mal nicht fehlen. Dort könnt ihr gerne nachlesen, wie es geschmeckt hat.

Woche 43

Bierdose der Marke Swinckels
Superior Pilsner

Diese Woche habe ich mich an ein Bier gewagt, das sehr edel daher kam. Swinckels Superior Pilsner aus Holland wird in schwarze 33cl Slimlinedosen abgefüllt und weckten mit dem edlen Design natürlich so meine Geschmacksnerven. Ich muss sagen, ich wurde nicht enttäuscht. Gleich habe ich auch meine Bewertung für das Bier sowie eine Rezension in der App des BeerTastingClubs verfasst.

Nachtrag noch zu Woche 41/42
Inzwischen haben sich nämlich die Werbeleute von BR-Bier gemeldet. Das Bier sei selbstverständlich für alle da und nicht nur für die einfachen Männer. Ja, trotzdem schade, dass mit dieser Werbekampagne das Klischee von "Mann trinkt Bier - Frau trinkt Cüpli" weiter untermauert wird. Es gibt also für uns Biersommelièren noch genug zu tun!

Woche 42

Tischaufsteller im Aussenbereich eines Restaurants
Es tut sich was

Zwar schreiben mir die BR-Leute nicht zurück (die korrespondieren vermutlich nur mit der männlichen Spezie), dafür hatte ich am Samstag in der Stadt ein erfreuliches Erlebnis. An der Rathausgasse ist dank des warmen Oktoberwetters immer noch die Aussenbestuhlung aufgestellt. Beim Restaurant Laterne fallen mir die Tischaufsteller auf, welche für Kitchen Brew werben. Welch schöne Geste, dass hier Bier aus einer Mikrobrauerei über den Tresen kommt. "Herzblut statt Hektoliter" haben sich die Brauer aus Allschwil auf die Fahne geschrieben, sehr sympatisch. Ebenso wie die Laterne, welche Arbeitsplätze für leistungsbeeinträchtigte Menschen anbietet. Geht doch und freut das Herz all jener Geniesserinnen und Geniesser, welche gerne auch mal ein handwerklich gebrautes Bier trinken.

Woche 41

Ausschnitt aus dem Design einer Bierdose
Ein Bier nur für Männer?

Ich habe ganz schön gestaunt, als ich am Freitag von einem ehemaligen Bierdosensammler ein Päckli erhalten habe. Also nicht wegen des Pakets alleine, sondern wegen einer der Dosen. Die nennt sich BR und es ist auch schön eine Website dazu aufgelistet: www.br-bier.ch.
Da wollte ich natürlich gleich hin, mehr über dieses neue Schweizer Bier erfahren. Aber schon beim Aufruf der Website wurde ich abrupt gestoppt, stellte sich mir doch die Frage, ob ich ein Mann sei (was ich leider nicht bejahen konnte, jenseits der 16 war ich zwar schon, aber eben kein "homine"). Scheinbar ist dieses einfache Bier nur für einfache Männer... Ich habe sicherheitshalber bei den Machern mal nachgefragt, eine Rückmeldung ist aufgrund des sonntäglichen Feiertags natürlich noch ausstehend. Als Biersommelière hört hier der Spass aber definitiv auf ohne jetzt extrem feministisch zu sein.

Woche 40

Menschen bei Bockbieranstich
Besuch in der Weltkulturerbestadt Bamberg

Für ein paar Tage ging es nach Franken in die Bierstadt Bamberg. Ich habe mich mit einem Bierflaschensammler dort getroffen, am Bockbieranstich der Brauerei Schlenkerla teilgenommen, im Hopfengarten zwei Hopfenpflänzchen gekauft und einige schöne Biere probiert. Allerdings ist das Mass in Bamberg stets ein Seidla (= 0,5 Liter), was einer Biersommelière das Verkosten schon etwas erschwert. Aber ab und zu gab es auch einen Schnitt, quasi ein halbes Glas. Fehlen durfte natürlich auch die kürzeste Bestellung eines Bieres nicht, "a U", was soviel heisst wie "ein Ungespundetes", also ein Bier, dem während der Gärung durch ein sogenanntes “Spundloch” die Kohlensäure entzogen wird.

Woche 39

Biergelee
Bleiben wir bei der Kulinarik

Am Montag war eine Bierverkostung mit drei Kollegen anberaumt. Von der Brauerei BierBienne habe ich ja zwei Flaschen Bier geschenkt bekommen, nachdem ich diese Marke in Solothurn entdeckt habe. Als Dank habe ich versprochen, dass ich die Biere verkoste und die Brauerei dann an der Auswertung teilhaben lasse. Mehr dazu findet ihr auf www.bierdose.ch.

Als Mitbringsel habe ich ein Biergelée geschenkt bekommen, worauf ich nun schon ganz gespannt bin. Den Morgen mit einem Bier beginnen...?

Und die Bier-Brownies waren einfach wow! Hier die Adresse, wo ihr dazu kommt: www.kuchencatering.ch

Woche 38

Biergulasch
Kochen mit Bier

Gleich von zwei Arbeitskollegen habe ich die neuste Ausgabe der "Schweizer LandLiebe" erhalten, welche ein Kapitel dem Kochen und Backen mit Bier widmet. Heute habe ich das Biergulasch ausproBIERt und ich muss gestehen, dass es uh lecker war. Anstelle eines Spezbieres (in der Schweiz der Name für ein Pilsner) habe ich ein Festbier verarbeitet, welches etwas intensiver eingebraut wurde.

Ich veröffentliche hier mal das Rezept (und verstosse hoffentlich nicht gegen irgendwelche Publikationsrechte):

1 Zwiebel
2 Lorbeerblätter
4 Nelken

Zwiebel schälen und mit den Lorbeerblättern bestecken
5 EL Olivenöl

in einem Bräter heiss werden lassen
500 g Schweinsvoressen

darin anbraten, bis es nicht mehr rot ist
1 kleine Chilischote in Streifen schneiden und beigeben, ebenso die besteckte Zwiebel
Salz und Pfeffer
würzen
3 dl Bier
dazugeben und alles 5 Minuten köcheln lassen
4 Karotten
4 Kartoffeln
schälen und in mundgerechte Würfel schneiden, beigeben und weitere 10 Minuten köcheln
2 EL Bratensauce
2 EL Tomatenmark
4 dl Wasser
zugeben, gut durchrühren und zugedeckt etwa 1,5 Std. köcheln lassen.

Als nächstes warten nun noch Bier-Brownies darauf, getestet zu werden. Falls die meinen hohen Ansprüchen an Süssem genügen, werden sie alsbald über Kuchencatering zu bestellen sein.

Woche 37

Schlenkerla Kräusen
Weltkulturerbebier

Zum Wochenausklang kam heute wieder mal eine besondere Spezialität auf den Tisch, ein Kräusen von der Bamberger Brauerei Heller, besser bekannt als Schlenkerla. Diese stellt nach alter Tradition Rauchbier her und beim Kräusen wird ein helles Lager mit einem Märzen aufgekräust. Es entsteht ein wunderbares bernsteinfarbenes, unfiltriertes Lagerbier mit leichtem Rauchgeschmack.

Woche 36

Etikette Appenzeller Quöllfrisch
Steter Tropfen höhlt den Stein

Wo immer ich bin, erkundige ich mich nach lokalen Bieren und wos geht, mache ich mich auch stark dafür, dass der Slogan "Think Global Drink Local" nicht in Vergessenheit gerät. Diese Woche durfte ich gleich an zwei Anlässen teilnehmen, wo regionale Biere ausgeschenkt wurde. Das macht Freude und bestärkt mich, dass das Lobbying langsam Früchte trägt.

Einmal war da unser Geschäftsausflug, wo es fünf (!) Sorten Müllerbräu aus Baden gab. Und tags darauf schenkte die Ortsbürgergemeinde Aarau am Waldumgang Appenzeller Quöllfrisch und Leermond aus. Dieses stammt zwar nicht um die Ecke, verspricht aber soliden Trinkgenuss zu Wurst und Brot.

Woche 35

Verschiedene gestapelte Pakete
Bierfrei oder Freibier?

Gibt es eine Woche ohne Biergeschichte? Eigentlich kaum, aber ich habe mir überlegt, ob ich hier etwas Essenzielles zu berichten habe. Ein Paket aus Frankfurt am Main mit (wen wunderts) Bier drin, sollte von FedEx an meine MyPost24-Stelle spediert werden, aber wenn zwei Konkurrenten sind, kann es schon mal sein, dass da was nicht klappt und die 6 Bierdosen unverrichteter Dinge wieder nach Hause geschickt wurden. Kommt dazu, dass in dieser Geschichte scheinbar weder der Absender noch der Empfänger kontaktiert werden konnte, obwohl ja beide über Adressen und Telefonnummern verfügten. So ist das Leben, wenn nur noch die Maschine respektive der Computer arbeitet und so gescheit ist, dass der gute Menschenverstand aussen bleibt. Das Happy End der ganzen Geschichte ist, dass die Dosen den Weg in die Schweiz nun kannten und mit dem Spediteur nun auch vor meiner Haustüre gelandet sind. Das Pale Ale und das Kellerbier werde ich sehr genüsslich verkosten, das haben sich diese Biere definitiv verdient.

Woche 34

Etikette eines äthiopischen Bieres
Strandgut mitten in der Stadt...

Am letzten Samstag war ich in der City, um mich am Markt mit frischen Gemüse einzudecken. Und wie es der Zufall so will, liegt am Strassenrand eine etwas komisch anmutende Flasche. Mein geschultes Auge erkennt selbige als ehemaliges Behältnis für Bier - und wo ich näher hinschaue, bin ich doch einigermassen erstaunt, eine Bierflasche aus Äthiopien in der Hand zu haben. Vermutlich ein Überbleibsel des Street Food Festivals, welches eine Woche zuvor in Aarau Halt gemacht hat.

Weil Bier ja ein sehr bildender Stoff ist, setze ich mich nun mit den speziellen Schriftzeichen auf dem Etikett auseinander und frage das gscheite Internet. Wikipedia erklärt den Ursprung der äthiopischen Schrift und wie sie zu ihrer heutigen Form gefunden hat.

Woche 33

La Nebuleuse Überweiss
Nahe am Bierhimmel

Diese Woche hatte ich Ferien und ich besuchte den Winzer meines Vertrauens am Neuenburgersee, um ihm (als Fan des FC Neuchâtel Xamax) zwei Flaschen eines Bieres mit gleichem Namen zu überbringen. Dies ist der eine Teil der Geschichte dieser Woche. Der andere ist, dass ich anschliessend in einem netten Restaurant am See Zmittag gegessen habe und mir der Kellner auf meine Frage nach dem Bierangebot "un Feldschlösschen Lager à la pression" anbieten wollte. Also es FS vom Fass... Er meinte dann noch, er hätte auch "La Nebuleuse" und mit meinen glänzenden Äuglein gab ich ihm zu verstehen, dass ich sehr gerne eins dieser nebligen Dinger proBIERen wollte. Zum Meerfisch war es ein Überweiss, ein ganz fantastisches Weissbier. Vom Preis wollen wir hier nicht reden, es hätte nicht mit Gold aufgewogen werden können. Aber höllisch gut war es auf jeden Fall und das Highlight der Woche!

Woche 32

2 Flaschen Batzenbräu
B wie Bier

Ich habe zwei Flaschen Batzenbräu erhalten, einmal "weiss" und einmal "dunkel". Es würde wohl niemand ahnen, dass es sich da um italienisches Bier handelt. Das Batzenbräu stammt aus dem südtiroler Bozen oder Bolzano. Seit 2012 wird dort gebraut und ich bin schon gespannt, die beiden zu verkosten. Den Namen hat das Batzenbräu von einer Besenbeiz, wie wir hier in der Schweiz sagen. Damals noch dem Wein angetan - und weil das Mass einen Batzen kostete - wurde die Schänke zum "Batzenhäusl".

Woche 31

Etikette einer Flasche Augustiner Edelstoff
Keine Frage, warum der Edelstoff zu seinem Namen kam

Eigentlich wollte ich an dieser Stelle etwas über den Augustiner Edelstoff berichten, sehe jedoch, dass dieser edle Stoff bereits in Woche 22 bereits Thema in meinem "Wort zu Sonntag" war. Nun wurde das Bier getrunken und immer noch bin ich vollen Lobes, einfach ein geniales Bier. Holt euch einfach mal eine Flasche und überzeugt euch davon.

Woche 30

Bieriger Spruch
Weise Worte

Im aktuellen Newsletter des BiertastingClubs war ein cooler Spruch abgebildet. Genau so ist es, Wasser wird erst zum Elixier, wenn es in einer Brauerei war. Dort veredelt es nämlich der Braumeister zu wunderbarem Bier. Ich staune immer wieder über die Vielfalt, welche aus den vier Grundzutaten entstehen können.

Woche 29

Bierdose des Stils New England IPA
Frauen und Bier

Diesen Sonntag hatte ich Besuch eines Damenkränzchens. Ich habe hier auf meiner Website auch schon über das Verhältnis von Frauen zu Bier berichtet. Wer es partout nicht mag, vielleicht aus Kindheitserinnerungen, weil frau Bier einfach mit einem bitteren Getränk verbindet, ist oft schwer zu überzeugen, es nochmals zu proBIERen. Dabei bieten die heutigen kreativen Brauerinnen und Brauer ganz excellente Biere an. Einer der neueren Stile ist das New England IPA. Das fruchtige, trübe Bier gefällt mir selber ausserordentlich gut.

Woche 28

Logo der Brauerei BierBienne
Affaire à suivre

BierBienne hat mich mit zwei weiteren Flaschen aus ihrem Sortiment beliefert. Vielen Dank an Daniel!
Nach den Sommerferien wird es in kleiner Runde zu einer Degustation kommen. Ich stelle mir vor, dass wir versuchen, in Nase und Mund die Geschmackskomponenten der Biere zu erkennen. Ich bin gespannt und werde wieder berichten.

Woche 26

Bierflasche aus Biel
Bieriger Besuch in der Schweiz

Am Wochenende stand Besuch aus München ins Haus. Susanne und Karl (www.dosensterne.de) sind mit einem grossen Pack an leeren Bierdosen vorgefahren. Am Samstag haben wir einen Ausflug nach Solothurn gemacht und haben da auch im "Craft Bier Center" reingeschaut. Nebst vielen bekannten Biermarken gibt es dort auch einige lokale Biere zu kaufen. So habe ich unter anderem es Bier vo Biu (Bier aus Biel) erstanden. Selon le Reinheitsgebot und für le peu die erwarten l'avantage lässt erkennen, dass hier Bilingualität am Werk ist. Gespannt bin ich dann auch auf das Bier, welches aus eau de source, Gerstenmalz, houblon et Hefe "zusammengebraut" wurde. Santé + Prost!

Woche 25

Zwei Bierflaschen aus Holland
Holländisch für Beginner

Am Freitag habe ich von einer Bekannten zwei Fläschchen holländisches Bier geschenkt bekommen. Wie wenn es sein müsste, passen die beiden optisch sehr gut zusammen.

Schon neulich hatte ich eine Bierdose mit dem Namen "lentebok", die eine Flasche der Marke Cornelia ist ebenso beschriftet. Der Lente ist in Holland der Frühling, der Lenz. Somit dürfte es sich hier um einen Frühlingsbock handeln. Ein obergäriges Bier aus Gersten- und Weizenmalz.

Die zweite Flasche ziert ein Wolf auf dem Etikett. Über die Bezeichnung "Spelt Pale Ale" bin ich mir nicht ganz schlüssig, aber es dürfte sich hier um einen American Pale Ale Style (APA) mit englischem und amerikanischem Hopfen handeln. Dazu verspricht das Label "en hoppige geur met een associate van citrus". Somit wird mein Gaumen wieder etwas Neues lernen und geniessen können.

Woche 24

Sony Kompaktkamera
Gelungener Ausflug in den Schwarzwald

Am Samstag war eine besondere "Mission" angesagt gewesen. Sozusagen vier Fliegen auf einen Streich...

1. Im lauschigen Ambiente der Brauerei Waldhaus in Weilheim (D) sollte ein Fotoshooting stattfinden. Für meine Website fehlt nämlich noch ein stimmiges Portraitbild von mir. Also habe ich meinen Arbeitskollegen Christian vor Ort bestellt.

2. An selbiger Location sollte ich Stefan treffen, einen Bierflaschensammler. Beim Aufräumen hatte ich nämlich vor einiger Zeit ein paar Bierflaschen entdeckt und auf der Suche nach einem "verrückten" Sammler bin ich auf den Mann aus Nordrhein-Westfalen gestossen. Nebst einigen zusätzlichen neuen Flaschen von Schweizer Kleinbrauereien habe ich mit dem Brau- und Rauchshop anlässlich des neulichen Beer Contests einen Deal abgeschlossen, dass ich ein paar (!) Flaschen aus ihrem Verkaufsraum bekommen sollte, welche dann ebenfalls zu Stefan wandern sollten. Aus den paar sind dann sage und schreibe 302 neue Exemplare resultiert. Man bedenke, dass Stefans Sammlung bereits um die 15'000 Flaschen zählt.

3. Als Revanche hatte Stefan 71 Bierdosen für mich dabei, mitunter Liefmans und Rodenbach. Wer sich in der Bierszene etwas auskennt, weiss, welch edle Tropfen mir da bald mal die Kehle runter fliessen!

4. Natürlich war das Treffen von einem krönenden Essen im Gasthof Waldhaus begleitet. Die Waldhausbiere sind einfach unglaublich klasse. Ich wage mal zu behaupten, dass hier der Aromahopfen auf wahre Bierdesigner stösst.

Woche 23

Etikett des Bieres Ginevra Leder
Viva l'Italia

Auch diese Woche schafft es eine Bierflasche in meinen Rückblick. Italien ist ja gemeinhin bekannt als Produzent guten Weines. Doch auch im Biersektor geschieht Ausserordentliches. Bereits anlässlich meiner Ausbildung zur Biersommelière habe ich wunderbare Biere unseres südlichen Nachbars entdecken dürfen. Und nun stand da eine 75cl-Flasche der Birrificio Artigianale Leder aus dem Valle Ledro nahe des Gardasees vor mir. Unbeschreiblich feinhopfig, jedoch ohne Überdosierung, wie es in letzter Zeit bei einigen Bieren der Fall ist, überzeugte dieses untergärige Bier böhmischer Brauart auf der ganzen Linie.

Woche 22

Flasche Augustiner Edelstoff
Wo Gutes einfach gut ist...

Meine Eltern waren ein paar Tage auf der deutschen Seite am Bodensee und sind im Gespräch mit dem Besitzer des Hotels auf meine Leidenschaft für Bier gekommen. Dieser machte mir eine Freude und liess ein spezielles Bier für mich einpacken. Meine Eltern erzählten, es sei aus München und wie ich die Tüte öffnete, da kam mir doch eine "alte" Bekannte zu Gesicht. Das goldfarbene Lagerbier ist wirklich mitunter etwas vom Besten, was es gibt. Kennengelernt habe ich den Edelstoff von Augustiner natürlich direkt vor Ort in einer Gaststube (ein Braumeister hat es mir empfohlen). Es gibt den Edelstoff hier in der Schweiz auch bei Rio Getränke zu kaufen und ist auf jeden Fall ein ProBIERchen wert.

Woche 21

Bändel für Jurymitglied
Ganz offiziell Bier trinken

Diese Woche durfte ich zum zweiten Mal als Juror an einem Bierwettbewerb mitmachen. Hier ganz in der Nähe veranstaltete der Brau- und Rauchshop in Densbüren einen Wettbewerb für Hobbybrauer. Mehr dazu erfahrt ihr unter Beer Contest.

Woche 20

Logo des BeerTastingClubs
Gedächtnisstütze

Heute möchte ich euch eine coole App (und Website) vorstellen. Wenn man so wie ich als Biersommelière immer wieder mit den verschiedensten Bieren in Berührung kommt und auch beim Verkosten derer gut in Übung bleiben soll, da finde ich die App vom BeerTastingClub genial. Einmal registriert kann man aus der umfangreichen Datenbank "sein" Bierchen rauspflücken und dann mit Punkten bewerten. Natürlich ebenfalls gern gesehen sind Rezensionen, welche das Bier in seiner Vielfalt beschreiben.
Sollte ein Bier noch nicht vorhanden sein, dann kann man das gerne anfragen.

Woche 19

Collage mit Eichhofbierdose in den Bergen
Yvonne, Hans und ich oder die Welt ist ein Dorf...

Hans ist Praktikant an meinem Arbeitsort und in einem Gespräch stellte sich heraus, dass Hans oft in den Schweizer Bergen unterwegs ist. Und da lichtet er jeweils eine Eichhofbierdose auf dem Gipfel ab. Daraus entstehen ganz tolle Collagen. So ist dies Thema im neusten Japanblog meiner Arbeitskollegin Yvonne, die japanisch spricht und dem Land der aufgehenden Sonne die Schönheiten der Schweiz näher bringt. Ich verstehe zwar nur Bahnhof ob der "komischen" Schriftzeichen, es macht aber wieder mal deutlich, wie klein die Welt doch ist und wie verbindend das Thema Bier sein kann. Denn schlussendlich findet sich im Japanblog ein Link auf meine Bierdosensammlung und auf meiner Biersommelierwebsite erzähle ich wiederum vom Japanblog.

Woche 18

Bierdose Rheingold Extra Light
Entwicklungshilfe

Nach meinem Jury-Verkostungs-Event in der Pfalz habe ich auf der Rückfahrt meinen Kollegen Markus besucht, der ebenfalls wie ich Bierdosen sammelt. Aus seinem Fundus an Doppelten durfte ich mir dann ein paar schöne Exemplare für meine Sammlung aussuchen. Da bin ich wieder mal auf eine amerikanische Brauerei mit deutschem Namen gestossen. Viele Emigranten haben es wie Samuel Liebmann gemacht, der 1854 infolge der deutschen Revolution in die USA auswanderte. Dem guten Bier nicht abgeneigt, haben sie am neuen Ort einfach eine Brauerei gegründet und eben öfters trugen die dann heimatliche Namen wie "Rheineck", "Huber" oder "Wiedemann". Wohl die bekannteste Auswanderermarke ist jedoch Anheuser-Busch mit seinem Budweiser, die von Eberhard Anheuser und seinem Schwiegersohn Adolphus Busch aufgebaut wurde. 

Woche 17

Regal mit verschiedenen Biersorten
Artgerechte Bierhaltung

Diese Woche war nach einem Umbau Neueröffnung der Foodabteilung im Coop City in Aarau. Da durfte man doch gespannt sein, ob die Ladengestalter sich um eine artgerechte Bierhaltung kümmerten. Im alten Laden war das Bier nämlich ziemlich verschüpft am Ende des Gangs der Weinabteilung zu finden, wer es als Flasche schlecht traf, hatte noch Sonnenlicht im Rücken.

Als Biersommelière lernt man natürlich, dass Sonnenlicht Gift für Bier in Flaschen ist. Mann nennt diesen Fehler "Lichtgeschmack". Der entsteht, wenn man Bier der Sonnenstrahlung aussetzt und sich die Moleküle der im Bier enthaltenen Hopfenbitterstoffe in MBT (3-Methyl-2-buten-1-thiol) aufspalten. Dabei geht die Gefahr nicht vom sichtbaren Licht aus, sondern vom ultravioletten – genauer gesagt von den UVA-Strahlen. Im Bier erzeugt das einen ranzigen Geschmack.

Den Begriff "artgerechte Bierhaltung" habe ich übrigens dem feinen Lädchen KommproBier in Langenargen am Bodensee ausgeliehen. Wer dort mal in der Gegend ist, muss unbedingt einen Besuch in dem tollen Craft Beer Shop einplanen.

Woche 16

Verschiedene Gläser mit Bierproben
Schon wieder Bier trinken, viiiiel Bier trinken

Vor einer Woche nahm ich die gut 300 km unter die Räder und bin nach Neustadt an der Weinstrasse in Deutschland gefahren. Dort durfte ich in der Jury von Meiningers International Craft Beer Award mitmachen und zusammen mit 83 anderen Juroren insgesamt 1081 Biere verkosten.

Das tolle Erlebnis habe ich hier unter "Meiningers International Craft Beer Award" festgehalten. Es war klasse, spannend, lehrreich und nachhaltig prägend. Wann sitzt man schon mal zusammen mit Olli Wesseloh, dem Weltmeister der Biersommeliers von 2013, an einem Tisch und kann mit langjährigen Braumeistern über Biere philosofieren?

Woche 15

Logo des Meininger International Craft Beer Award
Bald ist es soweit

Auch diese Woche war nochmals mit Vorfreude auf etwas gefüllt, dass am 15. April beginnen soll. Soviel kann ich verraten, es wird um eine Preisverleihung für Biere gehen und ich bin da mitten drin!

Woche 14

Vier Flaschen 'Stella Maris' von Lägerebräu
Grübel, grübel...

Bald bin ich zu einer "Bring your own craft beer bottle Party" eingeladen. Nur was macht man, wenn man selber gar nicht braut? Ich habe zu den Sternen gegriffen und im Getränkeshop vier Flaschen "Stella Maris" von Lägerebräu erstanden. Was diese Biere erleben werden, darüber werde ich selbstverständlich an dieser Stelle zu gegebener Zeit wieder berichten.

Woche 13

Sieben Männer vor dem Soldatendenkmal in Aarau
Die 13 als Glückszahl?

In der Aargauer Zeitung war nämlich einem Artikel zu entnehmen, dass es demnächst wieder ein Aarauer Bier geben wird. Darüber geredet wurde wohl schon unzählige Male, dass es in der Hauptstadt keine Brauerei mehr gibt - und dies seit gut 100 Jahren. Nun nehmen sich dem 9 Aarauer an und planen in den Räumlichkeiten der Aarauer Glockengiesserei H. Rüetschi AG bald die ersten Sude anzusetzen. Der Markenname ist auch schon gefunden: Stadtwächter! Da bin ich doch schon mal sehr gespannt auf dieses Bier.

Mehr Infos gibt es im Artikel der Aargauer Zeitung und unter www.stadtwaechter.ch.

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